Wissensmanagement mit samarbeid

In einer zunehmend wissensbasierten Wirtschaft wird Wissen zur zentralen Ressource für euren nachhaltigen Unternehmenserfolg. Daher kommt ihr um organisationales Wissensmanagement nicht herum. Wenn man ganz formal von oben draufschaut sind die Aufgaben im Wissensmanagement die systematische Identifikation, Erfassung, Entwicklung, Nutzung und Sicherung von Wissen innerhalb der Organisation. Ziel ist es, das individuelle und kollektive Wissen so zu organisieren, dass ideal durch die Organisation genutzt werden kann. Oder einfach gesagt: das Wissen eurer Organisation so muss so gesichert sein, dass die richtige Person zum richtigen Zeitpunkt es leicht nuzen kann.

SECI-Modell

Ikujiro Nonaka und Hirotaka Takeuchi beschreiben mit dem SECI-Modell dynamischen Prozess der Wissensentstehung und -Nutzung in Organisationen. SECI steht dabei für die vier Wissensumwandlungsprozesse:

  1. Sozialisation (Socialization) – implizites (also in den Menschen verfügbares) Wissen wird durch gemeinsame Erfahrungen weitergegeben, z. B. durch Beobachtung, Nachahmung oder gemeinsame Arbeit.
  2. Externalisierung (Externalization) – implizites Wissen wird durch Kommunikation, Modelle oder Metaphern in explizites Wissen umgewandelt.
  3. Kombination (Combination) – explizites Wissen wird durch Sammlung, Analyse und Systematisierung zu neuem expliziten Wissen verknüpft, z. B. durch Wissensmanagementsysteme, Berichte oder Strategiepapiere.
  4. Internalisierung (Internalization) – explizites Wissen wird durch Anwendung und Lernen in individuelles, implizites Wissen transformiert (z. B. durch Training oder Learning-by-Doing).

Wissensmanagement kann also nichts statistsches sein, sondern findert täglich und kontinuierlich in eurer Organisation statt. Eure Organisation sollte in der Lage sein alle alle vier SECI-Prozesse zu ermöglichen und zu fördern. Damit schafft ihr eine lernende Organisation, die flexibel auf Veränderungen reagieren und Innovationen hervorbringen kann. In der Praxis bedeutet dies den Aufbau einer geeigneten – also lernenenden – Unternehmenskultur, aber auch die Nutzung passender Werkzeuge zur Förderung von Wissensaustausch und Lernen.

Samarbeid für euer organisationales Wissensmanagement

Samarbeid ist so designt, dass es das Wissensmanagement einer Organisation direkt bei der Nutzung unterstützt. Dabei eignet sich samarbeid nicht nur wunderbar für Wissensmanagement in der Sozialwirtschaft und innerhalb von Forschungsgruppen – sondern auch in vielen anderen Anwendungsfeldern. Samarbeid kann als das zentrale Wissensmanagement-Tool jeder Organisation genutzt werden – unabhängig davon, ob auch andere Unternehmensprozesse mit samarbeid umgesetzt werden.

Welche Funktionen sind es, die samarbeid zur lebendigen, organisationale Wissensbasis macht? Der Kern sind es zwei zentrale Mechanismen in samarbeid. Samarbeid setzt eine konsequente Verbindung der Aufgaben (und Prozesse) mit den Daten, die in ihnen entstehen, durch. So geht ein Dokument nicht irgendwo im Netzwerklauf unter, sondern ist direkt in der Aufgabe gespeichert, in der es entstanden ist. Wenn das Team samarbeid nutzt entsteht ohne weiteres zutun eine integrierte Wissensbasis, an der Daten und das Prozesswissen um die Daten (wer hat was wann und warum gemacht) automatisch am richtigen Ort sind – ohne Doppeleingaben oder andere Folterwerkzeuge der organisationalen Wissenssicherung. Der zweite wichtige Mechanismus sind die Erwähnungen mit dem inhaltliche alle Texte in samarbeid Bezüge zu anderen Aufgaben, Prozessen oder Dossiers herstellen können. Durch diese inhaltlichen Erwähnungen entsteht emergent ein Wissensnetzwerk über die gesamte Wissensbasis eurer Organisation. Auch hier – ohne dass ihr irgendjemanden dazu bringen müsst, wichtige Informationen in einem Wiki oder einem anderen Wissensspeicher zusätzlich zu dokumentieren.

Im Sinne des SECI-Modells könnt ihr samarbeid leicht zu Eurem Ort machen, an dem wichtiges organisationales Wissen expliziert – also dokumentiert – wird. Samarbeid ist dabei so flexibel wie die Realität und gibt eurem Team trotzdem eine einfach anpassbare Basisstruktur vor. Mit samarbeid löst ihr einen Pain-Point an dem die meisten Ansätze zum Wissensmanagement in Organisationen scheitern: der Doppeleingabe. Denn allein durch die alltägliche Nutzung von samarbeid ensteht eure interne, vernetzte Wissensbasis. Niemand muss noch extra etwas in einem Wiki oder Wissensspeicher dokumentieren.

Dank der vielfältigen Möglichkeiten der Erwähnungen könnt ihr alles leicht mit einander verknüpfen, um Zusammenhänge zu dokumentieren. Zusammen mit der Suche ermöglicht dies leicht neues explizites Wissen durch Kombination zu schaffen.

Letztendlich ist das der Grundstein für die Internalisierung im Team. Alle finden wichtige Informationen leicht im zentralen Hub und können auch nachvollziehen, woher die Informationen kommen und welche Diskussionen zu welchen Entscheidungen geführt haben. Das heißt, sie können es direkt nachvollziehen und somit organisationales Wissens internalisieren.

Fazit: Nutzt samarbeid für euer Wissensmanagement. Dazu müsst ihr nichts weiter machen, es es zu nutzen. Dank Open Source behaltet ihr dabei volle Kontrolle über alle Daten, die in samarbeid gespeichert sind. Ihr könnt gleich loslegen und euer eigenes samarbeid bestellen.

Vielen Dank an Gabriella Clare Marino für das tolle Beitragsbild.