Rund um samarbeid

samarbeid auf dem Digital Social Summit 2022

31

Mar

2022

Marie-Sophie Schein

Digitalisierung verändert unsere Arbeit jeden Tag aufs Neue. Umso wichtiger, immer über die neusten Trends informiert zu bleiben! Auf dem Digital Social Summit 2022 kam das samarbeid Team mit verschiedenen Akteur:innen der Zivilgesellschaft zusammen, um zu diskutieren, wie wir schon heute das digitale Morgen nachhaltig gestalten können. Was Picknick und Kuchen damit zu tun haben, erfährst du in unserem Blogbeitrag!

Aus dem Homeofice ging es für samarbeid am 29. und 30.03. nach Stuttgart - wenn auch nur virtuell - zum Digital Social Summit 2022. Seit 2019 findet der Digital-Gipfel im jährlichen Turnus statt und bietet eine Plattform für die Zivilgesellschaft zum Austausch über digitale Instrumente, Debatten und Strategien. An der Schnittstelle von sozial und digital wird sich in Form von Impulsvorträgen, Workshops und Kleingruppenarbeiten gemeinsam über die Digitalisierung und ihre Wirkeffekte in der gemeinnützigen Arbeit ausgetauscht.

Unter dem Motto „überMorgen“ lockte der Digital Social Summit in diesem Jahr über 1000 Teilnehmende aus kleinen Vereinen und großen Stiftungen an, um aus abstrakten digitalen Zukunftsbildern eine sozial-digitale Agenda für den dritten Sektor zu formulieren – und samarbeid war mittendrin!

Nachdem wir uns auf dem Riesenrad des digitalen Dorfplatzes eine Übersicht über alle Stationen des Digital Social Summit verschafft haben, führte uns unser Weg direkt ins digitale Livestudio. Pünktlich um 13.00 Uhr wurden wir hier vom DSS-Team begrüßt. Direkt anschließend startete der virtuelle Gipfel mit den ersten spannenden Beiträgen zum Thema Digitalisierung.

In der ersten Session moderierte Sonja Fischbauer eine kollegiale Beratung zum Thema „Kleiner Verein, komplexe Organisation: Neues Governance-Modell?“. Dabei gab sie spannende Einblicke in die Managementstrukturen der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. und erklärte, warum auch die beste Governancestrategie transparente Kommunikation nicht ablösen kann.  

Sessionrunde zwei stand für samarbeid thematisch unter dem Motto Best Practice für die Umsetzung von Digitalisierungsstrategien in Organisationen und Unternehmen. Digitalisierung hält Einzug in alle Bereiche des Lebens und der Arbeit. So kommen Organisationen und Unternehmen nicht umhin, eine digitale Strategie zu entwickeln und nachhaltig zu etablieren. Doch welche Rolle spielt der Mensch als akzeptanzgebender oder -nehmender Faktor in diesem Prozess? Antworten auf diese spannenden Fragen fanden Insa Heinemann und Friedemann Schnur, indem sie am Praxisbeispiel zeigten, wie sie das Team der Braunschweigischen Stiftung für ihre Digitalisierungsstrategie begeistern konnten.

Um neben dem Geist auch den Körper in Schwung zu bringen, folgte auf die ersten Beiträge eine bewegte Pause. Von der Sportmatte ging es nach einer kurzen Yogasequenz wieder zurück an den Schreibtisch zum letzten Vortrag. Hier drehte sich alles um design thinking als kund:innenzentrierte, iterative Methode für die Lösung von komplexen Problemen. Lisa Hehnke von Dataplanes thematisierte in ihrem Beitrag die Wichtigkeit nutzer:innenzentrierter digitaler Lösungen - ein Ansatz, der auch für unser Team im Fokus der Entwicklung der Open Source Software samarbeid steht.

Nach einem abwechslungsreichen ersten Tag startete auch der zweite Tag mit einem nicht weniger spannendem Programm. Agiles Lernen in traditionsreichen Unternehmen galt als thematischer Schwerpunkt der ersten Session. Wie der AWO Bundesverband e.V. und der Deutsche Caritasverband e.V. eine digitale Umstrukturierung mit externer Unterstützung von zukunft zwei geschafft haben, war thematischer Fokus dieser Debatte.

Mit der Frage, was Kuchen und Picknick mit kooperativer Kollaboration zu tun haben, beschäftigte sich Dr. Anja Adler von betterplace lab in der zweiten Sessionrunde. Um Lösungen auf die großen und kleinen Probleme innerhalb und außerhalb der Arbeit zu finden, bedarf es einer guten Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteur:innen. Leichter gesagt als getan, denn wie wir gemeinsam feststellten, ist auch diese Art der Kollaboration kein Selbstläufer.

Nach einer kurzen Mittagspause konnte mit Marc Groß und Lukas Findeisen gemeinsam geschimpft werden. In der Fuck-Up-Session bot sich die Möglichkeit, in Austausch über die Probleme und Failures zu kommen, die bei der Integration von digitalen Innovationen in Teams entstehen können. Seit zwei Jahren bauen die Impulsgeber beim DRK Landesverband Baden-Württemberg e.V. eine Community auf, die Innovationen erkennen und entwickeln soll. An diesem Praxisbeispiel berichteten die beiden von ihren besten Fehlern und Krisen und was aus ihnen gelernt werden kann.

Mit viel neuem und zum nachdenken anregendem Wissen zog sich das samarbeid-Team nach diesen beiden ereignisreichen Tagen vom digitalen Dorfplatz zurück. An dieser Stelle bleibt nur ein herzliches Dankeschön an das Team des Digital Social Summit 2022 und allen teilnehmenden und vortragenden Akteur:innen auszusprechen, die es ermöglichten, unseren Horizont durch das Kennenlernen neuer Perspektiven zu erweitern. Wir sehen uns beim Digital Social Summit 2023!